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Verlotterter Männerwirtschaft Garaus gemacht

Theatergruppe des SC Dahenfeld begeisterte mit „Lieber ledig und frei“ in ausverkaufter Hüttberghalle

Von Ute Plückthun

Wenn drei ledige Mannsbilder gemeinsam und eigentlich ganz zufrieden auf einem kleinen Bergbauernhof hausen, dann aber eine Millionenerbschaft lockt – unter der Bedingung mindestens einer Hochzeit vor Jahresfrist – kann es schon mal vorkommen, dass es plötzlich von heiratswilligen Damen auf der Alb nur so wimmelt: Urkomische Verwicklungen, deftig-scharfzüngige Sprüche und sieben Bühnenakteure mit ausgezeichneter Spielfreude und ausgefeilter Mimik unter Regie von Meinrad Heinrich sorgten für prächtige Unterhaltung.

Bereits zur Winterfeier hatte die Theatergruppe des Sportclubs (SC) Dahenfeld das schwäbische Lustspiel „Lieber ledig und frei“ aus der Feder von Claudia Gysel auf die Bühne gebracht. Mit großem Erfolg. Folglich ließ sich so manches Mitglied die Wiederauflage des Zweiakters nicht entgehen. „Sehr lustig und so wie es im Leben ist“, begründete Gisela Roth ihr erneutes Interesse am Stück, zu dem gleich fünf Arbeitskolleginnen mitgekommen waren. Die Mühe und die viele Freizeit, die die geübten Laienschauspieler in das Stück gesteckt hatten, wusste sie zu würdigen. „Das könnten sie ruhig noch öfter aufführen“, fand sie. Zumal die Hüttberghalle ausverkauft war und einige Zuschauwillige keine Karte mehr bekommen hatten. Die hatte Helga Schmelzle aus Bad Wimpfen sicher. Sie war von Tochter Petra zu Weihnachten mit Karten beschenkt worden. Bei ihrem ersten Besuch freute sie sich auf das Dahenfelder Humorfeuerwerk.

Seit Anfang Oktober hatte das Ensemble den Schwank geprobt, der wegen der Länge und der Anzahl der Mimen diesmal von einem neuen Verlag stammte. 27 selbstgebackene und im Vorfeld angebotene Kuchen versüßten dem Publikum den Nachmittag. „Jeder Akteur musste mindestens drei Bäckerinnen organisieren“, verriet Martina Heinrich. Dazu Einkauf von Saitenwürstle und Brot, Auf- und Abbau, Bedienen und Spülen: Praktisch war der halbe Stadtteil für das Dorfevent auf den Beinen.

Das intensive wöchentliche und zum Endspurt fast tägliche Üben, mit drei Sonderproben wiederaufgelegt, hatte sich gelohnt. Souffleuse Milena Heinrich war so gut wie arbeitslos – und so konnten die Zuschauer die witzigen Geschehnisse um die nicht ganz hellen und eigenbrötlerischen Brüder Hürlimann vollauf genießen.

Mit dem Stück „Lieber ledig und frei“ hatte die Theatergruppe des SC Dahenfeld die Lacher in der ausverkauften Hüttberghalle komplett auf ihrer Seite. (Foto: Ute Plückthun)

Ein Sofa für drei und das Plumpsklo neben der Sommerfrische-Residenz der Milchdamen: Bei einem im Mittelalter steckengebliebenen Hofleben hatte es Großtante Annemarie mit der Bedingung nur gut gemeint. Dabei verstanden der putzwütige Staubsaugerpyromane Gottlieb (Bernd Halter), der verklemmte Einfaltspinsel Hansjakob (Thomas Bertsch) und der grantlerische Holzklotz Franz (Martin Arpogaus) von Frauen so viel wie von Automotoren. Also nichts. Briefzustellerin Elisabeth Specht (Nicole Arpogaus) konnte jedes Mal postwendend den Abflug machen. Sie kam bei Franz ebenso wenig zum Zug wie „Stadtgurke“ Anna-Lena Montserrat (Angelika Kraft), die sich als Betrügerin entpuppte.

Mehr Glück hatte Nachbarbäuerin Rosemarie (Nadine Heilmann) bei Hansjakob, die heugespickt wussten, dass sie seit 20 Minuten Eltern in freudiger Erwartung waren. RTL-Dame Cindy Hoffmann (Martina Heinrich) landete bei Gottlieb, den sie eigentlich wie seinen Bruder für „Bauer sucht Frau“ casten sollte.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 09.01.2018 

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