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25 Jahre RISING


Lieder über das, was zählt

Von Petra Müller-Kromer
 
Am Anfang war die Rockmusik. Und Hans-Jürgen Müllers Schwäche für Deep Purple, Status Quo und Manfred Mann, von der die Plakate und Konzertkarten in Müllers Probenscheune in Oedheim zeugen. Einst rockten die Bandmitglieder der ersten Stunde, allesamt Ministranten, im mit Glaswolle, Eierkartons und Teppichen notdürftig schallisolierten Zimmer eines Bauernhofs. Und der 16-jährige Schlagzeuger bekam Probleme, wenn die Konzerte länger als bis 24 Uhr dauerten.

Heute, 25 Jahre später, singt die Band Rising, ungeachtet des englischen Namens nur noch auf deutsch, und das primär bei Gottesdiensten. Jetzt feiert sie Jubiläum. Die Musiker haben längst selbst Kinder. Denen gefällt die Musik. "Bei uns läuft viel Rising", sagt Sylvia Müller. "Wenn wir abends heimkommen, hängt an der Tür der Tochter ein Zettel, wir sollen die Anlage ausmachen - sie schläft mit den Liedern ein." Während die Hobby-Musiker anfangs sowohl Rock als auch christliches Liedgut spielten, verlegten sie sich bald ganz aufs kirchliche Thema. Aus Neckarsulm, Mosbach, Oedheim oder Ilsfeld kommen sie einmal die Woche zusammen. "Der Dienstag gehört Rising." Das ist für Sandra Kühner aus dem Neckarsulmer Teilort Dahenfeld Gesetz. Wenn das Publikum mitgeht, der Zusammenhalt untereinander so greifbar wird wie bei den Ausflügen ins Fichtelgebirge, weiß jeder warum.

"Es ist wie ein Zwiegespräch mit Gott in musikalischer Form", beschreibt Sängerin Carmen Beckbissinger die Lieder. "Ich greife auf, was mich beschäftigt, was mich drängt." Etwa die Sorgen in einer heiklen Schwangerschaft, die die 39-Jährige in "Sei behütet" verarbeitet hat.

Sie sind mit Leidenschaft dabei und haben immer noch viele Ideen für neue Lieder: die Sänger und Musiker der christlichen Band Rising. (Foto: Ralf Seidel)


Die Notenständer sind aufgebaut, die ersten Klänge des Keyboards ertönen, die Füße tippen im Takt auf den Boden. "Bist du da, wenn die Angst sich um mich legt?" intonieren die weiblichen Stimmen. "Sei behütet für dein Leben, was auch immer kommen mag", hatte sich die gelernte Krankenschwester einst gewünscht. Zeilen, die der nun vierfachen Mutter Glück gebracht haben: Alles lief gut. "Aber das behütet sein hat sich bewahrheitet", findet Quido Kleiner. "Dein Sohn hat immer die Kappe auf."

Für Stimmtraining bleibt meist keine Zeit, "jeder muss sich im Auto einsingen", sagt Müller. Um die Ellenbogenmentalität im Job, um Lebensträume, Freundschaft und Liebe kreisen die Lieder. Sylvia Müller klopft sich im Rhythmus auf die Jeans. "Du sollst tun, was man von dir will, du sollst nur funktionieren. Die anderen sagen dir, wie"s geht, du sollst dein Leben durchoptimiern," Die Mikros wippen in den Händen der Sängerinnen. Ob der Chef des Heilbronner-Stimme-Druckhauses den Song schon seinen Mitarbeitern vorgespielt hat? Nein, das nicht. "Die ersten zehn Jahre haben wir viel gecovered, heute sind 80 Prozent eigene Songs", erzählt der Keyboarder und Texter Hans-Jürgen Müller. "Wir machen unser Programm. Schon wegen der Verbrecherbande Gema."

Bei Firmungen, Christkönigfest oder musikalischen Abendandachten ist die Gruppe im Einsatz. Die Musiker, die unter anderem in Augsburg, Besigheim, Gundelsheim, Neuenstadt oder Mosbach aufgetreten sind, sehen ihr Betätigungsfeld "im Großraum Heilbronn".

Rund alle zwei Jahre geben sie ein Konzert im nördlichen Landkreis - in Oedheim, Offenau oder Neckarsulm. "Die Konzerte dienen vor allem dazu, CDs digital mitzuschneiden. Sonst müssten wir ins Studio," sagt Müller. Vier CDs gibt es bereits, bald folgt die fünfte. "Als Band, die Texte und Musik selber schreibt, sind wir die einzigen in der Region."

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 07.10.2011

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