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Ein Schornsteinfeger gewährt Einblicke


Die Glücksbringer - Der Job des Kaminfegers hat sich im Lauf der Zeit gewandelt.

Von Benjamin Widmayer

Martin Arpogaus aus Neckarsulm-Dahenfeld ist ein gern gesehener Gast. Denn er ist Schornsteinfeger – und die sollen ja bekanntlich Glück bringen. Arpogaus freut sich darüber: „Das Image ist ein Plus für mich. Die Menschen freuen sich, wenn sie mich sehen.“ Es gebe auch welche, die wirklich daran glauben. „Manche wollen an meinem Knopf drehen oder Ruß abbekommen.“

(Foto: privat/Echo)


Aber wie kam Arpogaus zu seinem Beruf? „Daran ist mein Vater schuld.“ Der hat früher bei der Stadt Heilbronn gearbeitet und hatte dort Kontakt zu den Schornsteinfegern. Arpogaus: „Dadurch inspiriert, habe ich ein einwöchiges Praktikum bei einem Schornsteinfeger in Brettach absolviert. Das hat mich so begeistert, dass nur noch dieser Job in Frage kam.“ Das Betätigungsfeld der Kaminfeger hat sich indes gewandelt. „Zum normalen Schornsteinfegen kommen inzwischen auch andere Tätigkeiten – Abgaswegeüberprüfung, Energieberatung und Emissionsschutzmessungen.“

Sehr wichtig sei die Messung des Abgabeverlusts, denn „der Wert zeigt dem Kunden wie wirtschaftlich die Anlage ist“. Auch das Ausbrennen gehört zu den Tätigkeiten, die ein Schornsteinfeger ausführen muss. Martin Arpogaus klärt auf: „Wenn sich im Kamin durch unvollständiges Verbrennen Glanzruß bildet, muss man ausbrennen.“ Sonst könne sich der Glanzruß selbst entzünden, und das Risiko eines Hausbrands steige. „Wenn wir ausbrennen, passiert das in Absprache mit der Feuerwehr – nicht das diese denkt, dass es brennt.“ Beim Ausbrennen gehen die Experten Stück vor Stück vor, dabei entstehen Temperaturen von 1.000 Grad. Das Ganze sieht spektakulär aus: „Es schießen zwei bis drei Meter hohe Flammen aus dem Schornstein.“ Moderne Anlagen müssen nur einmal jährlich kontrolliert werden. Ausnahme sind Kamine, die mit Holz beheizt werden. Arpogaus erklärt: „In diesen Fällen kommen wir viermal jährlich.“ Den Zylinder darf übrigens nicht jeder tragen: „Zylinder dürfen nur die Meister tragen.“

Bericht im Echo am Mittwoch vom 28.12.2011

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