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Partyspaß mit frecher Note


Von Alexandra Berk
 
Kurz nach 21 Uhr ist die erste Polonaise unterwegs. Quer durch den Saal kriecht die Schlange der Feiernden und windet sich durch die dichte Menschenmenge. Ausgelassen wird zu den neusten Hits getanzt und Michel Telos "Ai Se Eu Te Pego" scheucht auch die letzten von den Stühlen hoch. Beim "Dohfelder Fasching" in der Hüttberghalle haben Karnevalsmuffel keine Chance.

Für ein Wochenende steht der Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld ganz im Zeichen des Faschings. Los geht es am Samstagabend mit der großen Party. Bunte Luftballons und Girlanden sowie die Lichtorgel von DJ Freddy machen die Sporthalle zur Disko. Höhepunkt aber ist die Vorführung der Faschingstruppe um Lothar Mattes. Mit einer durchgeknallten Aerobic-Persiflage sorgen die "Schwuggele" gleich zu Beginn für Stimmung. Mit Perücken, neonfarbenen Gymnastikanzügen und hautengen Leggings an den haarigen Waden bringen die Jungs die Halle zum Kochen.

Aerobic-Persiflage mit Gymnastikanzügen und Leggings. (Foto: Alexandra Berk)


Getoppt wird ihre Performance von den "Fat Funk Maries", den fetten Funkenmariechen, die mit ihrer frechen Version von Gardetänzen die Bühne rocken. Mit mehreren Kissen unter den rot-weißen Kostümen fetzen die Mädels als schwergewichtige Tänzerinnen übers Parkett. Begleitet von Lothar Mattes, der zur Freude des Dahenfelder Publikums als Funkenmariechen mit Bart mittanzt.

"Der Fasching auf den kleinen Dörfern ist doch eh der beste", meint Kathrin, die mit ihren Freundinnen aus Weinsberg und Neckarsulm gekommen ist. Wie fast alle sind auch die drei jungen Frauen verkleidet. Die Schlumpfinen haben sich auf den Fasching gut vorbereitet: Die hohen Schlumpfmützen hat das Trio selbst aus Pappmaché gebastelt. Und auch wenn die blaue Schminke in der Wärme der Halle schon langsam zu verlaufen droht, haben die Mädels Spaß.

"Im letzten Jahr hat es mit Facebook eigentlich so richtig angefangen, dass so viele junge Leute kommen", erzählt Stefan Erlewein, Vorsitzender des SC Dahenfeld. Die Mehrheit der Feiernden ist deutlich unter 30 Jahre. "Bis Mitternacht haben wir auch viele 16- und 17-Jährige hier", sagt Erlewein. "Danach gibt es so was wie einen Schichtwechsel mit den Älteren."

Mit dem Wechsel des Publikums hin zu jüngeren Partygästen hat sich auch das Programm gewandelt. Neben den schrägen Tanzeinlagen der Jugendlichen, die aus den Dahenfelder Vereinen und der Gruppe der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) stammen, gibt es ein Playback-Medley, in dem bekannte Künstler auf die Schippe genommen werden. "Mehr Programm wollen die meisten gar nicht", sagt Benno Baum, Vorsitzender des MGV Dahenfeld. "Die kommen her, weil sie Feiern und Tanzen wollen und hier für jüngere Leute etwas geboten wird", ergänzt Erlewein.

Um 22 Uhr droht die Hüttberghalle aus allen Nähten zu platzen. Ein Einlassstopp, weil die Höchstgrenze für die Hallenbelegung erreicht ist, schreckt die Partywütigen nicht. Trotz klirrender Kälte stehen noch an die 150 junge Leute vor der Halle und warten geduldig. "Dann machen wir hier halt schon mal Party", heißt es in einer fröhlichen Gruppe aus Stein, die eine mitgebrachte Sektflasche kreisen lässt.

Gut gelaunt trotz eisiger Kälte sind die Narren beim kleinsten Faschingsumzug im Unterland, wie die Dahenfelder selbst sagen. (Foto: Ralf Seidel)


Bericht in der Heilbronner Stimme vom 06. Februar 2012


Weitere Faschings-Fotos von Alexandra Berk gibt es hier


Bilder vom Faschingswochenende gibt es wie immer auch auf www.mgvdahenfeld.de (von Benno Baum) sowie auf Flickr (von Gerhard Hölzel). Oliver Amann hat ein Video vom Umzug auf YouTube eingestellt.

 

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