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Lieblingsplatz Lkw

 
Es begann mit einer verpassten Chance: Der Chef von Manuela Lieskes früherem Unternehmen, für das sie Essen auf Rädern ausfuhr, wollte sich einen LKW anschaffen. Einen 7,5-Tonner. Begeistert machte sich die Neckarsulmerin im vergangenen Herbst an die Vorbereitungen für die Fahrerlaubnis - umsonst. Der Kauf blieb aus, den Führerschein machte sie trotzdem. "Ich habe dann nach etwas anderem geschaut", sagt die 34-Jährige und lächelt. Im Dezember stieß sie zur Fritz-Gruppe. Bei der dortigen Spedition ist sie unter 120 eigenen Fahrern eine von vier Frauen, jedoch die einzige am Standort Heilbronn.

Seither fährt Lieske einen Zwölftonner und fühlt sich damit pudelwohl. "Ich fange um fünf an, bekomme meine Papiere, hole mein Auto, und dann geht es los", erklärt sie. "Nach Ludwigsburg sei sie oft unterwegs, "aber es sind ganz verschiedene Touren. Ich bin wie ein Springer und mache, was frei ist." Täglich warten dabei Herausforderungen auf sie. Eine besonders schwere, sperrige Ladung etwa, stellt die nicht gerade eine Frau vor Probleme? "Es ist nicht einfach, ich weiß nie, was auf mich zukommt", berichtet die Fahrerin mit den kurzen schwarzen Haaren. Doch sie ist nie um eine Lösung verlegen: "Man schaut, wie man Hilfe bekommt. Ich bin nicht sehr ängstlich. Ich probiere alles aus, mehr als schief gehen kann es nicht."

Die Fahrerin und ihr Arbeitsplatz: Mit dem Zwölftonner der Fritz-Gruppe erledigt Manuela Lieske Touren in der Region. Dabei hegt sie einen Traum: Mit dem LKW auf große Fahrt gehen, wochenlang unterwegs sein. Sie erklärt: "Überall gibt es Straßen, überall wird Auto gefahren." (Foto: Kathrin Baumann)


Negative Reaktionen von Kollegen oder Kunden hat die 34-Jährige noch nie erlebt, im Gegenteil. Sie berichtet von viel Unterstützung von den anderen Fritz-Fahrern: "Es ist ein tolles Team. Ich brauche nur zu sagen ’Ich brauch’ mal...’ und schon hilft mir jemand." Auch auf der Strecke freut sie sich immer wieder über ein freundliches Lächeln oder Winken.

Kein Wunder, dass sich die zupackende Frau ein Leben auf den Straßen durchaus vorstellen kann. Wenn ihre beiden Töchter, elf und zwölf Jahre alt, aus dem Haus sind, will sie auf große Tour gehen. "Spanien, Schweden, egal", sagt sie. "Überall gibt es Straßen, überall wird Auto gefahren." Dem Klischee des typischen Fernfahrers will Lieske aber nicht entsprechen. Sie erklärt lachend: "Teddys die mich beim Fahren angucken, könnte ich nicht gebrauchen." Mitnehmen würde sie aber Fotos von ihren Töchtern und das obligatorische Nummernschild mit ihrem Namen - das hat ihr der Opa schon geschenkt.

Bericht im Echo am Sonntag vom 26.02.2012

02.04.19

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02.04.19

Musikalisches Gebet in die Nacht mit „RISING“

Gründonnerstag, 18. April, um 22:00 Uhr in St. Remigius Neckarsulm-Dahenfeld



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(15.04.2019)