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Neue Flächen braucht die Stadt Neckarsulm

Ein bisschen Platz ist noch für Bauplätze – Gewerbegebiete nur noch mit Nachbarn

Von Christian Gleichauf

Um die Ausweisung neuer Baugebiete wird in Neckarsulm bereits seit Jahren eine hitzige Diskussion geführt. Eine Bürgerinitiative macht Front gegen weiteren Flächenverbrauch. Der Bürgerbeteiligungsprozess „Netzwerk Soziale Stadt“ dagegen sehe überwiegend den Bedarf für neue Baugrundstücke, wie Baubürgermeister Klaus Grabbe bei der Vorstellung möglicher Flächen für Neubaugebiete und Gewerbeansiedlungen im Gemeinderat erklärte. Ähnlich sieht es die Rathausspitze. Jetzt liegen die Pläne auf dem Tisch.

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Würden alle ausgewiesenen Flächen verwirklicht, gäbe es fünf neue Baugebiete mit insgesamt 23 Hektar. Das sei deutlich weniger als 2006/07, als unter anderen Vorzeichen 35 Hektar ausgewiesen werden sollten. Die jetzigen Flächen seien „Brutto-Angaben“, wie Grabbe erläuterte. Viel Grün sei an den Ortsrändern geplant. „Es gibt keinen harten Schnitt mehr zwischen Bebauung und Landschaft“, verdeutlichte Grabbe den Unterschiede zu früheren Planungen. Absoluter Vorrang habe noch immer die Innenentwicklung, erklärte Grabbe. Ohne die neuen Flächen sei die Stadt aber „handlungsunfähig“.

Der größte Fleck in der Karte der Stadtverwaltung ist die Erweiterung des Neubergs. Zehn Hektar hat die vorgesehene Fläche dort, nur noch halb so viel wie 2006, als das Gebiet unter dem Namen Neuberg?V erstmals zum Baugebiet werden sollte, was allerdings auf massiven Widerstand traf. Daneben gibt es am Neuberg noch ein kleineres Eck westlich des Friedhofs, das ebenfalls bebaut werden könnte. In Obereisesheim gibt es noch 6,7 Hektar Platz westlich und südlich der Mühlstraße sowie 1,3 Hektar als Erweiterung des neuen Baugebiets Römerstraße. Die 2,9 Hektar großen „Kastenäcker“ in Dahenfeld runden das Angebot ab.

„Wir reden heute ganz bewusst öffentlich über diese verbliebenen Wohnbaupotenziale“, hatte Grabbe schon eingangs erklärt. Denn klar ist, dass die Diskussion auch in der Bevölkerung weitergehen wird. Im weiteren Verfahren werden die Bürger noch Einfluss auf die Pläne nehmen können. Zuvor soll sich der Gemeinderat in einer Klausur im Juni des Themas annehmen.

Weniger umstritten dürften die neuen Gewerbegebiete sein – zumindest in Neckarsulm. Denn die Stadt hat selbst kaum noch größere Flächen zur Verfügung. Der größte zusammenhängende Streifen von 14 Hektar liegt überwiegend auf Erlenbacher Gemarkung. Darüber hinaus bleiben nur vier kleinere Gebiete mit insgesamt gut sieben Hektar.

Zwei Gewinner? Ein knapper Hektar bleibt in Dahenfeld, dazu zwei Restflächen rund um das Bechtle-Areal sowie eine „Prüfungsfläche“ nördlich der Binswanger Straße, der nur dann in Anspruch genommen würde, wenn es keine Einigung mit Erlenbach gibt. Beide Kommunen könnten aber von einem gemeinsamen Gewerbegebiet profitieren. Die kleine Weinbaugemeinde Erlenbach darf nur noch mit dem großen Neckarsulm gemeinsam neue Gewerbeflächen in nennenswertem Umfang ausweisen. Über einen Zweckverband könnten die Steuern dann an beide Kommunen fließen.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 05.03.2014

 
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