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Wenn die wilden Katzen kämpfen

Theaterprojekt fördert nachhaltiges Miteinander

Von Alexandra Berk

Behindert oder nichtbehindert? Die Frage stellt sich gar nicht, wenn die große Theateraufführung zum Abschluss der Projekttage bevorsteht. Alle sind gleich begeistert, und alle sind gleich aufgeregt, denn im Mehrzwecksaal wartet schon das gespannte Publikum aus Eltern, Lehrern und Mitschülern. Fünf Tage haben die Grundschüler der Kombiklasse eins und zwei der Grundschule Dahenfeld und die Schüler der Eingangsstufe der Astrid-Lindgren-Schule für Geistig- und Körperbehinderte (ALS) gemeinsam verbracht. Haben gelacht und gespielt, Schauspielübungen gemacht und die Theateraufführung vorbereitet.

Jetzt werden noch schnell die letzten Schnurrbarthaare in Katzengesichter gemalt und die Kopfbedeckungen zurechtgerückt, und schon geht es mitten hinein in die Geschichte um die beiden Clans von wilden Katzen, die sich um den Platz im Wald streiten.
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Bei der Versöhnung der verfeindeten Katzenclans (Foto: Alexandra Berk)


„Mit dem Theaterprojekt wollten wir etwas Neues anstoßen und die Begegnung der Schüler nachhaltiger gestalten“, sagt Peter Krause, Rektor der ALS. Die Begegnungstage der Grundschule Dahenfeld und der ALS haben eine lange Tradition, wie Ursula Herrmann vom Katholischen Frauenbund Dahenfeld erzählt. Seit mehr als 30 Jahren treffen sich Schüler der beiden Schulen auf Initiative des Frauenbundes, der für die Bewirtung sorgt, in jedem zweiten Jahr. Bisher wurde an einem Tag gemeinsam gegessen und gespielt. In diesem Jahr wurde erstmals ein Theaterprojekt über eine ganze Schulwoche vor den Osterferien organisiert. Jeden Tag wurde von 9 bis 12 Uhr gespielt und geprobt. „Die Kinder haben sich schon eine Woche vorher bei einem Schnuppertag in der ALS kennengelernt“, erzählt Klassenlehrerin Judith Gieser von der Grundschule Dahenfeld. „Als es dann losging, haben sich die Kinder gefreut, dass sie sich wiedersehen“, sagt sie. Für Theaterpädagogin Sylvia Thurau steht nicht die Vorbereitung auf die Aufführung im Mittelpunkt. „Wir haben zuerst einmal für uns selbst gearbeitet und gespielt“, sagt sie. Die Sonderpädagogin, die zugleich Theaterpädagogin ist, bringt viel Erfahrung mit Gruppen von behinderten und nichtbehinderten Kindern mit. „Es war von Anfang an ein tolles Miteinander, und es gab überhaupt keine Berührungsängste“, sagt sie.

Das wird auch bei der Aufführung deutlich. Da schleichen die Katzen umher, fauchen und miauen. Es wird gekämpft und gestritten, bis die Bäume im Wald so genervt sind, dass sie keinen Ausweg mehr wissen. Doch als das kleine gold-schwarz gestreifte Tigerkätzchen auftaucht, können sich die schwarzen Katzen und die Goldkatzen versöhnen und friedlich gemeinsam im Wald leben. Und wer zu welcher Schule gehört, das ist völlig unwichtig. Denn alle sind konzentriert und mit Spielfreude in ihre Rollen geschlüpft. Dass sich darüber hinaus Freundschaften entwickelt haben, zeigt den Erfolg des Projekts.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 14.04.2014

 
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