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Verlängerung fürs Faulgas

NEUENSTADT Neue Kläranlage ist in Betrieb, aber noch nicht fertig – Im Juli 2015 soll alles perfekt sein

Von Vanessa Müller

Der Faulturm mit 17 Metern Höhe ist schon von weitem sichtbar. In den beiden Kombibecken blubbert das Wasser. Ende September ist das Millionenprojekt Kläranlage in Betrieb gegangen. Ganz abgeschlossen ist es allerdings noch nicht. „Wir haben beim Land eine Verlängerung für den Einsatz der Fördermittel beantragt – und sie wurde bewilligt“, sagt Bürgermeister Norbert Heuser, Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes Unteres Kochertal. Bei einem Rundgang über das Gelände in Stein können sich die Mitglieder einen Überblick über die noch ausstehenden Arbeiten verschaffen.

Zwar sei die Umstellung von der alten auf die neue Anlage gut gelaufen, erklärt Bauoberleiter Josef Winter von Weber Ingenieure aus Stuttgart. Dennoch gebe es Kinderkrankheiten, die noch zu beheben seien. „Da muss man nachjustieren. Schließlich wollen wir die größtmögliche Sicherheit, dass alles richtig funktioniert.“ Unter anderem kann derzeit das Faulgas noch nicht gewinnbringend genutzt werden. Es entsteht, während der Klärschlamm im Turm einen chemischen Prozess durchläuft und soll später ein Blockheizkraftwerk betreiben, das Strom und Wärme erzeugt. An dessen Steuerung wird allerdings noch gearbeitet. Im Juli 2015 soll die Erneuerung dann endgültig fertig sein – ein Jahr später als gedacht. Neben den Feinarbeiten hat auch der regnerische Sommer den Planern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der Betrieb läuft: Die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes Unteres Kochertal nehmen das neue Klärbecken unter die Lupe. (Foto: Guido Sawatzki)

Die alte Anlage, die während des Baus weiterhin in Betrieb war, wird jetzt abgerissen. Die Gruben werden mit Erde verfüllt. Später soll die Zufahrt zum neuen Maschinenhaus darüber laufen. Das Personal ist vorerst in Container umgezogen, weil das Betriebsgebäude entkernt und modernisiert wird. Hier ist in Zukunft unter anderem die zentrale Leitwarte angesiedelt, von der aus die Mitarbeiter den Reinigungsprozess auf dem Bildschirm überwachen können.

Es geht aber nicht nur darum, zu modernisieren. Auch die Abwassermengen haben sich im Laufe der Jahre geändert – und müssen bewältigt werden. Bei der Einweihung im Jahr 1976 war die Anlage auf 11.000 Einwohner ausgelegt, 1988 wurde sie auf genug Leistung für 22.000 erweitert. Der jetzige Ausbau ermöglicht die Versorgung von 32.000 Einwohnern. 11,5 Millionen Euro lässt sich der Verband das größte Projekt seiner Geschichte kosten. Das sind 500.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Grund ist unter anderem der Einbau eines neuen Rechens, der erst später beschlossen wurde. „Der alte war 13 Jahre alt. 15 soll er halten“, erklärt Heuser. „Bevor wir zwei Jahre später wieder rangegangen wären, haben wir ihn lieber gleich mitgemacht.“

Spatenstich für das Projekt war im Mai 2012. Gestemmt wird die Investition von den Mitgliedern im Verhältnis der Nutzung. Nach Abzug von Zuschüssen und Fördermitteln werden die verbleibenden 8,9 Millionen Euro umgelegt: Neuenstadt (ohne Cleversulzbach) 62 Prozent, Hardthausen 24 Prozent, Neckarsulm (Dahenfeld) zehn Prozent und Oedheim (Degmarn) vier Prozent. Die Maßnahme läuft über Kredite. Tilgungen werden über Abschreibungen finanziert, die die Gemeinden über die Betriebskostenumlage aufbringen.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 17.10.2014

 
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