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Stadtbus ist im Nahverkehr nicht mehr wegzudenken

Fahrgastzahlen stabilisieren sich auf hohem Niveau – Pro Woche rund 14.000 Kunden

Von Andreas Bracht

Die Fahrgastzahlen im Neckarsulmer Stadtbusverkehr haben sich seit 2012 auf einem gleichbleibend hohen Niveau stabilisiert. Pro Woche nutzen im Durchschnitt mehr als 14.000 Fahrgäste den Stadtbus mit seinen vier Linien.

Dies geht aus dem Erfahrungsbericht hervor, der jetzt dem Gemeinderat vorgelegt wurde. Ordnungsamtsleiter Bernd Pfitzenmaier und Dietmar Maier, ÖPNV-Planer bei der Nahverkehrsberatung Südwest aus Karlsruhe, erläuterten den Bericht und beurteilten die Entwicklung seit 2010. „Die Nachfrage hat sich auf hohem Niveau konsolidiert“, stellte Dietmar Maier fest. Auch Oberbürgermeister Joachim Scholz zog eine positive Bilanz: „Das Stadtbus-System hat sich hervorragend bewährt und ist aus dem ÖPNV-Angebot unserer Stadt nicht mehr wegzudenken.“

Der Neckarsulmer Stadtbus war im Dezember 2010 mit neuer Konzeption, einem erweiterten Liniennetz und verkürzten Taktzeiten gestartet. Im ersten vollen Betriebsjahr nutzten durchschnittlich 11.546 Fahrgäste in der Woche das neue ÖPNV-Angebot. 2012 stieg die Nutzerzahl auf 14.315 und 2013 weiter auf 14.641 Fahrgäste im Wochendurchschnitt. Im vergangenen Jahr ging diese Zahl geringfügig um 256 Fahrgäste pro Woche zurück. Dies führen die Verkehrsplaner auf die Behinderungen durch die Stadtbahnbaustelle in Heilbronn zurück. Die Stadtbahn Nord nahm erst am 14. Dezember 2014 mit mehrjähriger Verspätung den Vollbetrieb auf.

Um einen Parallelverkehr zu vermeiden, wurden mit Inbetriebnahme der Stadtbahn Busverbindungen zwischen Neckarsulm und Heilbronn eingestellt. Dies war von Anfang an so geplant. Gleichwohl kritisieren Kunden den Wegfall der Busverbindungen und verlängerte Fahrtzeiten, die durch die Verlagerung auf die Stadtbahn entstanden sind. Andererseits werden durch den Wegfall der Regionalbuslinien von und nach Heilbronn die Urbanstraße und die Engelgasse vom Linienverkehr entlastet. Der Busverkehr hat in den genannten Straßen um 150 beziehungsweise 75 Fahrten pro Tag abgenommen. Grundsätzlich funktioniert das Umsteigen zwischen Stadtbahn und Bus dem Erfahrungsbericht zufolge reibungslos. Für Fahrgäste mit Fahrtziel Obereisesheim wurde der Anschluss zur Linie 94 verbessert. Seit März warten die Stadtbusse nach Obereisesheim die Ankunft von Regionalbahn und Regionalexpress aus Stuttgart ab, um die Fahrgäste zur Weiterfahrt auf der Westseite des Bahnhofs aufzunehmen. Nach einer sechswöchigen Testphase wird dieser Anschlussbetrieb dauerhaft beibehalten.

Vorerst beibehalten wird auch die Verlängerung der Linie 92 zur Freizeitanlage Schweinshag. Seit Sommer 2013 bedient die Linie 92 die Haltestelle Schweinshag/Dahenfelder Bahnhof von April bis Oktober sonn- und feiertags im Stundentakt. Die Nachfrage beschränkt sich zwar hauptsächlich auf Veranstaltungstage, nimmt aber insgesamt zu. Daher wird diese Regelung für mindestens zwei weitere Jahre beibehalten.

Nicht fortgesetzt wird der befristete Versuchsbetrieb der Linie 90, die im Mai 2012 als fünfte Stadtbuslinie eingeführt wurde. Im Durchschnitt nutzen nur 19 Fahrgäste am Tag diese Verbindung. Wegen der schwachen Nachfrage und verdichteter Taktzeiten der Linie 624 endet der Betrieb der Linie 90 mit Beginn der Sommerferien. Die Linie 624 Neuenstadt-Dahenfeld-Neckarsulm der OVR-Omnibusverkehrsgesellschaft fährt seit Dezember 2014 an Schultagen zur Hauptverkehrszeit im Halbstundentakt. Um 17 Uhr verkehrt die OVR-Linie im gleichen Zeitfenster wie die Linie 90. Darüber hinaus erwägt die Stadt, den bisherigen ÖPNV-Nutzern als Ersatz bezuschusste Taxifahrten zu ermöglichen. Dann könnten Einwohner von Dahenfeld Taxifahrten zum halben Preis in Anspruch nehmen.

Insgesamt bezuschusst die Stadt den Stadtbusverkehr mit 1,3 Millionen Euro im Jahr. Bei Gesamtkosten von 1,9 Millionen Euro im Jahr kann der Neckarsulmer Stadtbus nicht kostendeckend betrieben werden. Der Stadtbus wurde zwar in den zurückliegenden Jahren immer häufiger genutzt, so dass auch mehr Fahrkarten verkauft wurden. Vor allem die Tages- und Monatskarten werden zunehmend besser ausgenutzt. Dadurch steigen zwar die Fahrgastzahlen bei stärkerer Kundenbindung, allerdings ohne dass die Einnahmen in gleichem Maße gesteigert werden könnten.

Bericht in der Neckarsulmer Stimme vom 11.06.2015

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