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Gute Laune beim Faschingsumzug in Dahenfeld


Von Peter Klotz

Jörg Wallrath hatte sich mit seinen Freunden an der Einfahrt zur Erlenbacherstraße getroffen. Das ist ihr Stammplatz für den Faschingsumzug in Dahenfeld. So zwei bis drei Umzüge sehen sich die Neckarsulmer jedes Jahr an – Dahenfeld gehört auf jeden Fall dazu. Das Besondere ist, dass der Gaudiwurm in einer halben Stunde vorbeigezogen ist und dass man nicht befürchten muss, im Gewühl verloren zu gehen. Das ist besonders für die Kleinen wichtig. Wallraths Nachwuchs läuft bei den Wikingern mit. Die befreundeten Kinder Emilia und Tom stehen verkleidet mit an der Ecke und üben schon das Helau.

Das haben die Mitglieder der MGV-Musikkapelle natürlich schon lange drauf. Bei freier Kostümwahl gibt die Gruppe ein richtig buntes Bild ab. Neben etlichen Bären im wärmenden Kunstfell läuft ein Teil in richtig feudalen Rokoko-Kostümen. Die haben sie Birgit Lohmann zu verdanken. Sie hat zugeschlagen, als in Koblenz Kostüme aus dem Fundus der Karnevalsgesellschaft verkauft wurden. Sie konnte gleich zwölf zum Schnäppchenpreis erwerben, und die Gruppe macht darin so richtig was her.

Der Spaß ist garantiert beim Faschingsumzug in Dahenfeld. Er ist übersichtlich, so dass er sich auch für kleine Kinder eignet. (Foto: Peter Klotz)


Einen WM-Wagen hat Gerd Neuberger organisiert, der Manager der Alten Herren vom Sportclub. Da hängt ein Monitor dran, auf dem die deutschen Tore bei der WM 2014 laufen. Die möchten die in Trikots mitlaufenden Fußballer gerne auch für die Europameisterschaft haben. Mit einer Gerstenkaltschale machen sich die erfahrenen Spieler fit für den Umzug. Der Wagen ist gut gefüllt – jeder hat etwas mitgebracht, auch zum Bonbonwerfen für die kleinen Umzugsgäste.

Die haben oft eine große Tüte dabei und müssen gar nicht auf die Jagd gehen. Oft werden ihnen die Gutsele augenzwinkernd direkt zugesteckt. Nicht dabei ist heute leider die Galionsfigur des Dahenfelder Faschings, das Remichele, benannt nach dem Schutzpatron des Ortes Remigius. Aber es besteht kein Grund zu Sorge, Lothar Mattes hat nur die Grippe ereilt.

Die Gäste mit dem großen Wagen aus Oberkessach rufen statt „Helau“ lieber „Keschi – gut druff“. Die 20 Aktiven sind zum fünften Mal mit einem Wagen beim Umzug dabei, als „Eichbomhärnle“. Der namensgebende Eichenbaum der DJK -Gruppe (Katholischer Sportverband) ist gleich mit auf dem Wagen. Heidi Hennige und Tanja Grohe wissen, dass die Beziehungen zu Dahenfeld verwandtschaftlicher Art sind, die Aktiven Ute Knörzer und Dietmar Körner stammen von hier.

Die Hexen und Magier ganz in schwarz schonen ihre Stimmen. Sie gehören zu Da Chor und werben mit ihren kreativ beschrifteten Leiterwagen für ihre Konzerte. Dabei gibt es durchaus Dahenfelder, die sich über die Gesundheit der Zugteilnehmer Gedanken machen. Einen schon traditionellen Etappenstopp gibt es bei Dulze. Dort warten viele verkleidete Faschingsfreunde und haben schon etliche sehr kleine Gläser mit aufmunterndem Elixier eingeschenkt. Damit schaffen die Fußgänger sicher auch die letzten 100 der 700 Meter langen Strecke. Den guten Schluss macht der Mottowagen des Motorradclubs Extraprall. Der ist ganz in schwarz gehalten und trägt die Aufschrift: „Wen juckt’s Motto“.

Der Zug endet vor der Hüttberghalle, wo Umzugssprecher Julian Schmitzer schon mit seiner Anlage wartet. Er begrüßt die verschiedenen Gruppen und spielt lustige Lieder, die die Kapelle zu einer spontanen Polonaise animieren.

„Schön war’s mal wieder“, finden Regina und Thomas Geppert. Sie waren zu Gast bei den Eltern an der Zugstrecke. Und der kleine Umzug, bei dem man so viele Bekannte trifft, gefällt ihnen sehr gut.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 26.01.2016

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