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Kirschkernkissen und Kuchen

Janina Lex gewinnt mit ihren Aufzeichnungen über einen Baum den Naturtagebuch-Wettbewerb

Von Franziska Scholl

Der Kirschbaum im Garten hinter dem Haus ist noch kahl, die Äste auf Janina Lex’ T-Shirt stehen schon in voller Blüte. Die Dahenfelderin hat sich passend angezogen für das Gespräch, in dem es um ihr aufwendig gemachtes Naturtagebuch gehen soll. Für ihre Aufzeichnungen hat Janina Mitte März einen ersten Preis beim Landeswettbewerb gewonnen, bei dem die BUND-Jugend Baden-Württemberg zum 23. Mal die kreativsten Naturtagebücher prämierte.

Die 13-Jährige hat sich viel für ihr Baumtagebuch einfallen lassen. Auf den Umschlag hat sie Kirschen gestickt und Holzstückchen geklebt, und auch die Blätter in dem dicken Ordner sind in liebevoller Kleinarbeit gestaltet. Janina hat die Entwicklung ihres Baumes mit zahlreichen Fotos protokolliert, hat Herbstblätter eingeklebt, eine Geschichte aus einem Kinderbuch abgezeichnet und viel geschrieben. Sie hat aus den grünen Blättern des Baumes Farbe hergestellt und ein Kirschkernkissen gemacht. Fast jeden Tag bastelte die Siebtklässlerin an ihrem Naturtagebuch. „Manchmal war das ein bisschen anstrengend, weil man so viel schreiben muss“, gibt sie zu. Trotzdem, die Arbeit habe ihr großen Spaß gemacht.

Besonders schön war ihr Kirschfest, bei dem sie mit ihrer Schwester unter dem Baum saß und Kuchen und Kirschen gegessen hat.

Die 13-jährige Janina Lex mit ihrem liebevoll gestalteten Baumtagebuch vor „ihrem“ Kirschbaum im Garten ihrer Familie. (Foto: Franziska Scholl)

Auch Mama Silvia ist begeistert vom Projekt und den Beobachtungen ihrer Tochter: „Es ist interessant, das aus einem Kindermund zu hören.“ Erwachsene hätten nicht mehr den Blick dafür, die kleinen Wunder zu erkennen.

Während der Zeit zwischen März und November, in der Janina den Kirschbaum begleitete, machte sie einige Entdeckungen. „Im Frühling war es wärmer, da kamen die Blüten viel früher“, vergleicht Janina ihre Beobachtungen mit denen ihrer Schwester, die einige Jahre zuvor den gleichen Baum porträtierte.

Kleine grüne Raupen fraßen die Blätter ab, und im Sommer, als die reifen Kirschen zu Boden fielen, lockten diese viele Tiere an. Wespen und Bienen schwirrten umher, und auch Schmetterlinge, Janinas Lieblingstiere, statteten dem Baum einen Besuch ab. Auch über diese erstellte Janina schon einen Bericht für den Wettbewerb.

Schließlich ist Janina Lex ein richtiger Naturtagebuch-Profi. Schon viermal nahm sie an dem umweltpädagogischen Projekt teil, einmal davon mit ihrer drei Jahre älteren Schwester. Diesmal sollte die Schülerin des Eduard-Mörike-Gymnasiums für den Biologieunterricht einen Baum beobachten, die anderen Naturtagebücher machte sie von sich aus und gewann mit ihnen zum Teil sogar auf Bundesebene.

Man merkt also, dass Janina gerne draußen ist. Während der Winterzeit bleibt sie trotzdem lieber in der Wohnung. Bis jetzt streckt ihr Kirschbaum noch seine nackten Äste zum Himmel, bald aber wird der Frühling Einzug halten – wie auf Janinas Oberteil.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 01.04.2016

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