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Pläne sollen umgesetzt werden

NECKARSULM Gemeinderat stimmt Bebauung der „Brunnengasse“ Dahenfeld zu – Ortschaftsrat lehnt auch dritte Variante ab

Von Julia Neuert

Nach den Plänen der Verwaltung soll zwischen Backhausweg, Dorfplatz und Oststraße im Neckarsulmer Stadtteil Dahenfeld neuer Wohnraum entstehen. Die Ideen für die „Brunnengasse“ sind Teil des Konzepts zur Innenentwicklung, das Baubürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel im Juli vorgestellt hat. Dreimal mussten die Planungen seither überarbeitet werden. Auch, weil der Ortschaftsrat Dahenfeld Einwände hatte. So auch dieses Mal: Mit einer Ja- und sieben Gegenstimmen fiel die neuste Variante für die Gestaltung des Ortskerns durch. Die Argumente wollte der Gemeinderat in der dritten Runde nicht mehr gelten lassen. Bei zwei Enthaltungen von Roland Stammler (SPD) und Bernhard Zartmann (CDU) stimmte das Gremium den Plänen mehrheitlich zu.

Neckarsulms Baubürgermeisterin hatte zuvor kurz den Planungsprozess skizziert. Hauptkritikpunkt an den im März vorgestellten Entwürfen war die zu hohe Verdichtung, deswegen wurden die Pläne geändert. „Im Juni haben wir die veränderte Planung vorgestellt, mit einer ausgewogenen Mischung an Bautypen“, so Mösel. Ziel sei auch gewesen, die Erschließungskosten zu minimieren.

Der erste Teil kann bebaut werden, indem die bestehenden Straßen genutzt werden. Drei Bauabschnitte sind vorgesehen. „Im hinteren Teil wollen die Grundstücksbesitzer bisher nicht verkaufen“, erklärte Mösel. Kontrovers diskutiert worden sei erneut der dritte Abschnitt mit dreigeschossigen Bauten an der Oststraße. „Wir halten das von Seiten der Verwaltung für vertretbar.“ Die Gebäude seien niedriger als die denkmalgeschützte Scheune schräg gegenüber. „Wenn man den Ortskern stärken möchte, dann ist dies die einzige Möglichkeit.“ Neue Wohnungen im Ortskern – maximal könnten vier Einfamilienhäuser, vier Doppelhaushälften und 36 Wohnungen entstehen – werde auch Bewegung in den Bestandsimmobilienmarkt bringen. Bis Frühjahr 2017 sollen die Pläne offengelegt werden.

Nach den Plänen der Verwaltung, die Baubürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel im Gemeinderat vorstellte, entstehen in der Dahenfelder Mitte bis zu 44 neue Wohnungen. (Foto: Christian Gleichauf)

Der Ortschaftsrat habe die gleichen Argumente wie schon gegen die Pläne im Juni vorgebracht, so die Baubürgermeisterin: Die Gebäude seien weiter zu dicht und zu hoch, ein Häusereingang für mehrere Parteien nicht üblich. Und das Dahenfelder Gremium sage auch: Durch Mietwohnungen würde der Zuzug von Fremden begünstigt. Der stellvertretende Dahenfelder Ortsvorsteher Stefan Erlewein korrigiert das gegenüber der Heilbronner Stimme: „Dass wir Zuzug brauchen, ist klar.“ Aber die Dahenfelder suchten eben Einfamilienhäuser und wollten nicht diesen massiven Geschosswohnungsbau mitten im Dorf.

Damit befänden sich Verwaltung und Gemeinderat wieder am Anfang – bei der Frage, wie Dahenfeld sich überhaupt entwickeln soll, stellte Mösel fest. „Wir von der Bauverwaltung empfehlen diese Bebauung. Ich fürchte, Sie können nur eine Fehlentscheidung treffen – entweder städtebaulich oder emotional.“

Freistehende Häuser seien in Dahenfeld höchstes Statussymbol, bemerkte Hans Kriegs. Ein Reihenhaus werde verächtlich Batterie genannt. „Das Dorf nimmt eine Entwicklung, die man so nicht gelten lassen kann“, sagte der CDU-Stadtrat. Die Schule habe nur noch 39 Schüler, die Vereine könnten langfristig nicht überleben.

„Es ist jetzt die dritte Runde, die wir diskutieren“, betonte Fraktionskollege Herbert Emerich. Man habe versucht, Lösungen zu finden. „An so einem Punkt müssen wir Farbe bekennen und den Ortskern neu beleben.“ Die abgespeckte Planungsvariante, die jetzt vorgestellt wurde, befand auch Horst Strümann (Grüne) für die richtige.

Roland Stammler (SPD) entgegnete, es sein nicht in Ordnung, gegen den Ortschaftsrat zu stimmen. SPD-Rat Torsten Rönisch appellierte an die Dahenfelder, das Projekt nicht schlechtzumachen. „Sie entscheiden über das Gemeindewohl der Stadt“, bekräftigte Noch-Oberbürgermeister Joachim Scholz gegenüber den Räten.

Inge Maysack von der SPD-Fraktion sprach sich dafür aus, in diesem Fall einmal gegen den Ortschaftsrat zu stimmen: „In Obereisesheim wären wir glücklich über diese Möglichkeiten.“

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 10.11.2016

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