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Elisabeth Schick (Fotos: Archiv/Rabea Sattar)
Der Hochaltar in der Dahenfelder Kirche ist prächtig.

"Ein fester Ort für Liturgie und das Wort"


Von Angela Groß

Nun sind die Würfel gefallen: Der neue Volksaltar in der Dahenfelder Pfarrkirche St. Remigius wird von Herbert Volz gestaltet. „Die Gemeinde kann sich freuen“, sagt die Pastoralreferentin Elisabeth Schick (Foto: privat), weiß aber auch, dass die eindeutige Entscheidung des Kirchengemeinderats bei den Kirchgängern teils mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird. Angela Groß hat nachgefragt.

Frau Schick, für welchen Künstler hat sich der Kirchengemeinderat entschieden?

Elisabeth Schick: Die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart hat einen Wettbewerb veranstaltet. Für den neuen Volksaltar und Ambo, das ist ein erhöhtes Lese-Pult, hatten wir vier verschiedene Modelle zur Auswahl. Wir haben uns für den Entwurf von Herbert Volz entschieden. Das Material ist rötlicher Sandstein, der Altar schließt mit einer quadratischen Platte ab und verjüngt sich nach unten.

War es eine schwierige Entscheidung?

Schick: Nein. Normalerweise hätten wir nur zwei Modelle bekommen. Aber die Entscheidung in Rottenburg fiel nicht sehr einmütig aus. Bei der Diskussion sah es zunächst so aus, als ob jeder Entwurf seine Favoriten hat, Vor- und Nachteile wurden abgewogen. Die Entscheidung am Ende war bei zwei Enthaltungen recht eindeutig.

Was hat überzeugt?

Schick: Der Künstler stellt eine Einheit zwischen Altar und Lesepult her. Beides ist aus rotem Sandstein, und die Fläche des Altars ist identisch mit jener der Bodenplatte, auf die der Künstler das Ambo stellt. Die Bodenfläche ist in vier kleinere Quadrate unterteilt, die wiederum die vier Evangelisten symbolisieren. In der Gestaltung der Bodenplatte steckt quasi eine theologische Aussage, das hat uns gefallen.

Worin unterscheidet sich ein Volksaltar vom Hochaltar?

Schick: Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat es eine Liturgiereform gegeben. Die Pfarrer haben nicht mehr zum Hochaltar hin - vom Volk weg - die Eucharistie gefeiert, sondern man hat in die Kirchen Volksaltäre gestellt, so dass die Priester die Eucharistie den Gläubigen zugewandt feiern. Das ist dann ein gemeinsames Feiern und nicht mehr so, dass der Priester vorne feiert und das Volk zuschaut.

Und warum war ein neuer Volksaltar überhaupt notwendig?

Schick: Der Volksaltar, der seit 1985 und bis vor kurzem in der Kirche stand, wurde von einem Künstler gestaltet. Als Material hat er Holz verwendet. Inzwischen nimmt man aber lieber Stein, denn man will eigentlich, dass dieser Volksaltar nicht-transportabel ist. Um einen festen Ort für die Eucharistie und das Wort, also Predigt und Schriftlesungen, zu haben. Auch der Architekt aus Rottenburg hat uns darauf hingewiesen, dass der Volksaltar einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Kann sich die Gemeinde freuen?

Schick: Ja, ich finde schon.

Aber im Vorfeld wurden kritische Stimmen laut?

Schick: Diese Neuerung war insgesamt in der Gemeinde nicht unumstritten. Ich denke, es hat damit zu tun, dass dieser Volksaltar aus der Hinterlassenschaft des sehr geschätzten Pfarrers Abele stammt. Er wirkte über 40 Jahre in Dahenfeld, und deshalb fühlen sich viele Dahenfelder diesem Altar verbunden, weil sie ihn sehr stark mit Pfarrer Abele in Verbindung bringen. Er hat auch den Hochaltar aus eigenen Mitteln finanziert, ein paar Jahre bevor der Volksaltar in die Kirche kam. Es ist verständlich, dass da viele Herzen dran hängen. Nicht umstritten war aber im Kirchengemeinderat, die liturgischen Orte neu zu gestalten. Es war damals eine einstimmige Entscheidung, die wir extra geheim durchgeführt haben, damit jeder so abstimmen kann, wie er möchte.

 
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(18.01.2019)

 
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