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Schulmännchen warnen vor Rasertum

Mit viel Engagement haben Jugendliche die Idee von Torsten Rönisch (links) umgesetzt und diese Figuren hergestellt. (Foto: Ute Plückthun)


Von Ute Plückthun

Die Schule hat begonnen: Um diese Warnung und zugleich die Aufforderung zu angepasstem Fahrstil eindrucksvoll zu vermitteln, haben Jungs und Mädchen der mobilen und offenen Jugendarbeit viel Engagement und Einfallsreichtum bewiesen. Insgesamt zehn farbenfrohe Holzmännchen sind im Neckarsulmer Haus der Jugend entstanden, die in diesen Tagen bei den fünf Grundschulen montiert werden sollen.

"Eigentlich fahren die hier anständig", erzählt der neunjährige Aaron Hiller. Er spielt gerade vor der Dahenfelder Grundschule mit Freunden, während die Jugendlichen zwei ihrer comicähnlichen Figuren anbringen. Trotzdem findet er die Aktion der Jugendlichen "gut, weil manche sind doch ein bisschen schneller".

Raser, Falschparker, Überholer: Die Gefahren für jüngere Schüler sind nicht zu unterschätzen. Kritisch sei es, wenn "viel Verkehr an der Schule vorbeifließt, der nichts mit Schule zu tun hat", berichtet Ordnungsamtsleiter Bernd Pfitzenmaier. Etwa um die Johannes-Häußler-Schule und die Neubergschule. Auch sagt er: "Das Wort ,gschwind" kann ich schon nicht mehr hören", wenn er an Elterntaxis denkt, die eben mal mitten auf der Straße anhalten und für Kinder eine unübersichtliche Situation schaffen.

Um die Rücksichtsnahme von motorisierten Verkehrsteilnehmern zu stärken, haben die Jugendlichen ehrenamtlich etliche Arbeitsstunden aufgewendet. Aussägen, abschleifen, bemalen. "Es war schon lustig, weil man seine Fantasie einfließen lassen konnte", sagt Tom Kühner (15). So sind mehrere Fußballspieler, ein Afroamerikaner mit schwarzen Dreadlocks, ein Technofan mit blauen Haaren, eine Blondine mit Spaghetti-Oberteil, ein rothaariger Punk mit Smiley-Shirt oder ein Emo im Blaumann entstanden.

Die Idee zu den Schulmännchen hatte der Neckarsulmer Torsten Rönisch, amtierender Stadtrat und bis vor kurzem Gemeindereferent und Religionslehrer. Von Lehrern angesprochen, hatte er sofort die Jugendlichen im Sinn, da sie die "nötige Offenheit und Kreativität" für eine derartige Aufgabe hätten. "Ich hatte nie einen Zweifel, dass sie das aus vollem Herzen machen."

Vorbildfunktion erfüllen Artöm Kugaevskij (15) erkennt zudem einen Vorteil für die Jugendlichen selbst: "Wir haben vor kurzem die Jugendleiterkarte bekommen, da sollten wir unsere Vorbildfunktion erfüllen." Die Stärkung der Sozialkompetenz und die "sinnvolle Freizeitbeschäftigung" lobt auch Hans Kriegs, geschäftsführender Schulleiter der Neckarsulmer Schulen.

"Es ist toll, wenn Jugendliche sich für Jüngere einsetzen." Suat Camci (16) und Hakan Altintas (17) haben beim Aussägen der 16 Millimeter dicken Seekieferplatten mitgemacht. "Kein Problem", versichern beide und sind stolz, "etwas gemacht" zu haben.

Bericht in der Heilbronner Stimme vom 16.09.2010

 
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