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Dahenbach, nicht Brunnenwiesenbächle!


Von Johann Habla

Seit Bürgermeister Klaus Grabbe beim Bürgerinformationsabend am 10. März diesen Jahres die Frage aufgeworfen hat, ob der Dahenbach denn nun Dahenbach oder Brunnenwiesenbächle heiße, beschäftigt dieses Thema unsere Einwohnerschaft. Die Antwort ist eindeutig und beruhigend: Der Dahenbach heißt Dahenbach.

Zwar taucht in neueren Flurkarten die Bezeichnung „Brunnenwiesenbächle“ auf. Wodurch diese allerdings legitimiert sein könnte, bleibt im Dunkeln. Einzig mögliche Erklärung wäre, dass im Gewann "Brunnenwiesen", ausgehend von dem Brunnen beim Backhäusle, eine kleine unterirdische Wasserader verläuft, die in den Dahenbach einmündet. Das vereinigte Gewässer dann aber Brunnenwiesenbächle zu benennen, obwohl der Dahenbach alleine zuvor den gesamten Ort von den Tennisplätzen bis zum Kindergarten durchflossen hat, hieße den Schwanz mit dem Hund wedeln zu lassen.

Die historischen Quellen(!) sind sich ohnehin einig. In der vom Königlich statistisch-topographischen Bureau im Jahr 1881 herausgegebenen Oberamtsbeschreibung Neckarsulm steht über Dahenfeld, es werde „mitten durchflossen von dem in nordöstlicher Richtung zur Brettach fließenden Dahbach“. Im Dahenfelder Lied, getextet von Georg Keicher 1973, heißt es: „…der Dahenbach dort munter fließt…“. Und Stadtarchivarin Barbara Löslein nennt in unserer Dorfchronik die überlieferten Bezeichnungen „Dahenbach (Dahbach, Tapach)“. Endgültige Gewissheit bringt ein Blick über die Gemarkungsgrenze. Auch im offiziellen Neuenstädter Stadtplan mündet der „Dahbach“ in die Brettach und kein Brunnenwiesenbach:


Überarbeitet am 16.03.2012

 
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(12.03.2019)