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Mutierte Dioxinhühner in Dohfeld 21


Von Ute Plückthun

Zum närrischen Terrain mutierte Dahenfeld am Wochenende: Mit einer Punk- und Prunksitzung mit anschließender Party in und vor der Hüttberghalle am Samstag sowie dem längst nicht mehr kleinsten Umzug im Unterland durch den ganzen Ort machte der Neckarsulmer Stadtteil seinem Ruf als Treffpunkt für Feierwillige alle Ehre. Und dazu gehörte natürlich auch der Kinderfasching am Sonntag .

"Dohfeld: nowed": Der Schlachtruf der eingefleischten Dorfgemeinde, den das Maskottchen Remichele alias Lothar Mattes zum "guten Abend" in der Hüttberghalle unters Volk schleudert, hat auch beim traditionellen Umzug Wiedererkennungswert: Große und kleine Hexen, niedliche Prinzessinnen und fürchterliche Piraten säumen den Gaudiwurm, dessen Würze in der Kürze liegt: Während die eine Hälfte mitläuft, steht die andere begeistert am Straßenrand und wartet auf den Bonbonregen.

Detailverliebt sind die Kostüme der bunt zusammengewürfelten Gruppen, die fast nur aus Einheimischen bestehen: So etwa die äußerst farbenfrohen komischen Vögel, die als mutierte Dioxinhühner des Clubs "Dahenfelder Infantiler Vereinigungsunsinn" das Licht der Welt erblickt haben und mit einem Motivwagen treffend kommentieren: "Vorbei mit dem Frühstücksei."

Nur äußerlich wild sind die 28 Wikinger, die sich mit blonden Zöpfen, braunen Fellkostümen und gehörnten Helmen ins Faschingsgetümmel eingereiht haben. "Wir sind jedes Jahr in einer anderen Aufmachung dabei", sagt ihr begeisterter Anführer.

Bereits am Vortag mitzufeiern und Stimmung zu machen, gehört nicht nur für Hühner und Wikinger dazu. Ortsvorsteher Johann Habla hat sich unter die Narren gemischt, mit unzähligen Rastazöpfchen vor dem Gesicht fast inkognito. "Hier trifft man viele Leute, die man kennt", freut sich Turntrainerin und Ex-Dahenfelderin Sabrina Schomann. Ihre Freundin Christine Glatzel pflichtet ihr bei: "Ich habe 18 Jahre hier gelebt, wenn ich zum Fasching wiederkomme, bin ich daheim."

Farbenfrohe und fantasievolle Kostüme mitsamt Umzugswagen machen den kleinen Dahenfelder Faschingsumzug zu einem Hingucker. (Foto: Ute Plückthun)


Im Gegensatz zu anderen Faschingsvereinen mit würdigem Elferrat setzt Dahenfeld auf den Allrad: Passend zum Motto "P(r)unksitzung" nehmen Bernd Halter, Marius Keicher, Jens Dürrich und s"Remichele als Punks gestylt auf Bierkisten Platz. Ein witziger Filmbeitrag führt eindrucksvoll Dohfeld 21 vor Augen: Der Dahenfelder Bahnhof mitten im Scheuerbergwald soll unter die Erde kommen, damit der Lauftreff mehr Parkplätze bekommt. Wie in Stuttgart ist die Lage verfahren, auch wenn der eingesetzte Kampfhund eine weißgelockte Schoßhundversion ist und die gefährdeten Bäume zu Fuß vor der Kettensäge flüchten. Auch die Gardemädchen sind speziell: Wo anderswo schlanke Tänzerinnen die Beine im Gleichtakt in die Höhe schnellen lassen, kreisen in Dahenfeld die "Fat Funk Marines" zur Freude des Publikums ihre aufgepolsterten Hüften und Oberweiten.

Ein kurzes Intermezzo der Dorfcombo leitet über zu den Crazy Remigs, die in Anlehnung an den Schutzpatron St. Remigius für beste Stimmung in Blasmusikform sorgen. Mit Partykrachern heizen Florian Schmitzer und Julia Baum die Narrenmenge ein, bevor zu fortgeschrittener Stunde DJ Freddy das Mischpult übernimmt. Er ist nicht der einzige, der am nächsten Tag wieder fit sein muss: Zum Folgeeinsatz beim Kinderfasching.
 
Bericht in der Heilbronner Stimme vom 21.02.2011

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(05.01.2019)

 
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