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Fußballer klagen über Trainingsbedingungen

Stefan Erlewein als 1. Vorstand des SC Dahenfeld bestätigt

Von Johann Habla

Nachdenkliche Töne waren bei der Generalversammlung des Sportvereins Dahenfeld zu vernehmen. Noch plagen den größten Verein im Neckarsulmer Stadtteil keine Nachwuchssorgen. Aber die Mitgliederzahlen stagnieren seit 2006 und der demografische Wandel ist auch im dörflich geprägten Dahenfeld zunehmend zu spüren.

Von daher ist es nicht selbstverständlich, dass der Sportclub bei der Fußballjugend in allen Jahrgangsstufen Mannschaften stellen kann. Noch dazu erfolgreiche: die D-Jugend wurde Meister und die B-Jugend qualifizierte sich für die Leistungsstaffel. „Nur die A-Jugend musste ich für die kommende Runde abmelden, da lediglich sechs Spieler zur Verfügung standen“ bedauert Abteilungsleiter Uwe Winter. Für die Turnabteilung berichtet Sabrina Schomann unter anderem von der neuen Tanzgruppe sowie den Vorbereitungen auf das Landeskinderturnfest, das im Juli in Neckarsulm stattfindet. Michael Häußler von der Tischtennisabteilung freut sich über das wachsende Interesse von Kindern und Jugendlichen: "Unsere Platten sind wieder alle belegt".

Der Vorstand (v.l.n.r.): 2. Vors. Winfried Heinrich, 1. Vors. Stefan Erlewein, Schriftführerin Ilselore Kühner. Es fehlt Kassier Hans-Peter Weinreich (Fotos: Martin Arpogaus).


Dass der Verein erfolgreiche Jugendsozialarbeit im besten Wortsinn betreibt, darauf ist Vorstand Stefan Erlewein besonders stolz. Deshalb legt er auch viel Wert darauf, dass Ausbilder und Betreuer sich fachlich weiterbilden. Derzeit kümmern sich 23 Trainer um die Fußballer und 14 um die Turnerjugend. Die aktiven Fußballer werden seit Herbst letzten Jahres wieder von Rainer Marter trainiert. Aktuell stehen die erste und die zweite Mannschaft jeweils auf dem sechsten Platz in ihren Ligen. Die junge Truppe verfügt laut Abteilungsleiter Arnold Heinrich über beachtliches Potential, müsste dieses aber, gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner, noch besser abrufen.

Beeinträchtigt wird die Motivation der Fußballer dadurch, dass die Rahmenbedingungen für den Trainings- und Spielbetrieb nach wie vor schlecht sind. Zwar wurde das Hauptspielfeld auf dem Sportgelände letztes Jahr von der Stadt Neckarsulm saniert. Damit aber der neue Rollrasen nicht gleich wieder ramponiert wird, muss er noch geschont werden. Als Ausweichmöglichkeit steht nur der marode Trainingsplatz zur Verfügung. „Das ist seit 2005 eine unendliche, leidige Geschichte mit diesem Platz“ ärgern sich die Jugendleiter Bruno Bauer und Hermann Bertsch. Es sei „ein „Riesenproblem“, wenn überall im Unterland gespielt werden könne und nur in Dahenfeld müssten Begegnungen wegen Platzsperren abgesagt werden. Der Trainingsplatz müsse unbedingt einen Kunstrasenbelag bekommen.

Nicht so gut wie sonst war die Generalversammlung des Sportclubs besucht.


Den Unmut kann Ortsvorsteher Johann Habla verstehen. Er muss gleichwohl um Geduld bitten: „Zunächst musste der Hauptplatz gerichtet werden. Eine Sanierung des Trainingsplatzes ist frühestens im kommenden Jahr möglich, wenn die benötigten Mittel in den Haushalt 2012 eingestellt werden“. Dafür werden sich Ortschaftsrat und Ortsverwaltung bei der Stadt einsetzen.

Die Berichte des Vorstands und der Abteilungen zeigen auf, dass der Sportclub Dahenfeld ein bestens geführter Verein mit intakten Strukturen ist. Nur deshalb kann der SC das Großprojekt des Sportheimumbaus stemmen. In die Renovierung der Umkleidekabinen und der Sanitärbereiche wurden letztes Jahr 135.000 € investiert. 2011 stehen die Fenster und die Außenfassade an. Insgesamt sind die Umbaukosten auf 285.000 € veranschlagt. Das benötigte Geld, zumindest teilweise, über den jährlichen Festbetrieb zu erwirtschaften, wird immer schwieriger. Zudem hat Stefan Erlewein festgestellt: „Die Helfer sind immer noch dieselben wie vor 25 Jahren“. Auch hier zeichnet sich ein Generationenproblem ab.

Dagegen bringt die 2009 beschlossene Beitragserhöhung dem Verein jährlich 5.000 € zusätzlicher Einnahmen. „Dafür müssten viele Menschen beim Dorffest lange arbeiten“ rechtfertigt Stefan Erlewein noch im Nachhinein die seinerzeit nicht unumstrittene Entscheidung.

Bei der Wahl für seine nunmehr neunte Amtsperiode als 1. Vorsitzender erhält Stefan Erlewein deutlich weniger Stimmen als vor zwei Jahren. Das liegt aber lediglich daran, dass diesmal nur 38 Mitglieder den Weg ins Sportheim zur Hauptversammlung gefunden haben. Ansonsten ist es natürlich wieder ein einstimmiges Ergebnis.

Der wiedergewählte 1. Vors. Stefan Erlewein (4. v.l.) mit dem Führungsteam (v.l.n.r.) Winfried Heinrich, Michael Häußler, Sabrina Schomann, Ilselore Kühner, Arnold Heinrich, Uwe Winter.


Bericht vom 20.03.2011

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